Jemand in deiner Stadt sucht „Elektriker in der Nähe“ oder „Friseur offen“. Google zeigt eine Karte mit drei Betrieben, darunter Sterne, Öffnungszeiten und einen Knopf zum Anrufen. Angerufen werden die Betriebe, die dort stehen. Wer fehlt, taucht bei dieser Suche gar nicht erst auf.
Der Eintrag dafür heißt Google-Unternehmensprofil, und er ist kostenlos. In diesem Ratgeber zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du dein Google-Unternehmensprofil erstellst, wie die Bestätigung funktioniert und was du ausfüllen solltest, damit Kunden dich wirklich finden.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Das Google-Unternehmensprofil ist kostenlos. Du brauchst nur ein Google-Konto.
- Angelegt ist es in sechs Schritten: Name, Kategorie, Standort, Einzugsgebiet, Kontaktdaten und Bestätigung.
- Sichtbar wird es erst nach der Bestätigung. Die Prüfung durch Google kann bis zu fünf Werktage dauern.
- Gefunden wirst du vor allem mit einem vollständigen Profil, echten Fotos und regelmäßigen Bewertungen.
Was ist das Google-Unternehmensprofil?
Das Google-Unternehmensprofil ist der Eintrag deines Betriebs bei Google. Er erscheint in der Google-Suche und in Google Maps, mit Name, Adresse oder Einzugsgebiet, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Früher hieß der Dienst „Google My Business“, viele kennen ihn noch unter diesem Namen.
Besonders wichtig ist das Profil bei Suchen mit Ortsbezug. Sucht jemand nach einer Leistung in seiner Nähe, zeigt Google oft eine Karte mit drei Einträgen über den normalen Suchergebnissen. In diese Kartenansicht kommst du nur mit einem Unternehmensprofil. Für Handwerker, Praxen, Dienstleister und Geschäfte ist sie oft mehr wert als jede andere Position bei Google.
Bevor du loslegst: Gibt es schon einen Eintrag?
Viele Betriebe haben bereits einen Eintrag bei Google, ohne es zu wissen. Google legt Orte teilweise selbst an, oder ein früherer Mitarbeiter hat das Profil irgendwann erstellt. Such deshalb zuerst in Google Maps nach deinem Firmennamen und deiner Adresse.
- Es gibt einen Eintrag, der niemandem gehört: Öffne ihn und beanspruche ihn über den Hinweis für Inhaber. Dann bestätigst du ihn genauso wie ein neues Profil.
- Der Eintrag wird schon von jemand anderem verwaltet: Du kannst bei Google Zugriff anfordern. Der bisherige Inhaber bekommt dann eine Anfrage.
- Es gibt keinen Eintrag: Dann legst du ein neues Profil an, so wie unten beschrieben.
Leg aber auf keinen Fall ein zweites Profil an, wenn schon eins existiert. Google erlaubt ein Profil pro Standort. Doppelte Einträge verwirren Kunden und können dazu führen, dass Google beide schwächer anzeigt.
Leg dir außerdem diese Angaben bereit, dann geht das Anlegen in wenigen Minuten:
- Der genaue Name deines Betriebs, so wie er auf Schild, Briefpapier und Rechnung steht.
- Deine Adresse oder die Orte, in denen du arbeitest, wenn Kunden nicht zu dir kommen.
- Eine Telefonnummer, unter der du erreichbar bist, und die Adresse deiner Website.
- Deine Öffnungszeiten und eine kurze Beschreibung deiner Leistungen.
- Ein paar gute Fotos: Logo, dein Betrieb von außen und innen, dein Team und deine Arbeit.
Google-Unternehmensprofil erstellen in 6 Schritten
So legst du dein Profil an. Die Schritte entsprechen dem Ablauf, den Google in seiner Hilfe beschreibt. Die Beschriftungen können sich je nach Gerät leicht unterscheiden.
1. Mit dem Google-Konto anmelden
Öffne die Seite von Google Unternehmensprofil (business.google.com) und melde dich mit deinem Google-Konto an. Hast du noch keins, legst du es dort an. Dann wählst du „Profil erstellen“. Nutze am besten ein Konto, das zu deinem Betrieb gehört und auf das du auch in ein paar Jahren noch Zugriff hast. Weitere Personen, etwa Mitarbeiter oder eine Agentur, kannst du später als Nutzer hinzufügen, ohne dein Passwort weiterzugeben.
2. Namen und Kategorie eintragen
Gib den Namen deines Betriebs so ein, wie er auch außerhalb des Internets verwendet wird. Suchbegriffe, Ortsnamen, Slogans oder Telefonnummern gehören laut den Google-Richtlinien nicht in den Namen. „Müller Elektrotechnik“ ist richtig, „Müller Elektrotechnik Elektriker München Notdienst 24h“ nicht.
Danach wählst du eine Kategorie aus der Liste, die Google vorschlägt. Die Hauptkategorie ist eine der wichtigsten Angaben im ganzen Profil, denn danach entscheidet Google, bei welchen Suchen du erscheinst. Google empfiehlt, so wenige und so genaue Kategorien wie möglich zu wählen. Ein guter Test: Der Satz „Mein Betrieb ist ein …“ muss stimmen, nicht „Mein Betrieb hat ein …“.
3. Standort angeben oder ausblenden
Google fragt, ob Kunden deinen Standort besuchen können. Hast du ein Geschäft, eine Praxis oder ein Büro, in dem während der Öffnungszeiten jemand da ist, wählst du „Ja“ und gibst die Adresse ein. Kommst du zu deinen Kunden, etwa als Handwerker, Reinigungsfirma oder mobiler Dienst, wählst du „Nein“. Dann wird deine Adresse nicht öffentlich angezeigt. Das ist wichtig, wenn du von zu Hause aus arbeitest.
4. Einzugsgebiet festlegen
Im nächsten Schritt legst du fest, wo du arbeitest, zum Beispiel mit Städten oder Postleitzahlen. Google erlaubt bis zu 20 Einzugsgebiete und empfiehlt, dass sie nicht weiter als etwa zwei Autostunden von deinem Standort entfernt liegen. Trag die Orte ein, in denen du wirklich Aufträge annimmst, nicht ganz Deutschland.
5. Telefonnummer und Website hinzufügen
Trag eine Telefonnummer ein, unter der Kunden direkt dich erreichen, am besten eine örtliche Nummer oder deine Mobilnummer statt einer zentralen Hotline. Dazu kommt die Adresse deiner Website. Ohne Website kannst du das Profil zwar trotzdem anlegen, aber viele Kunden schauen sich vor dem Anruf noch kurz deine Seite an.
6. Bestätigen
Zum Schluss wählst du, ob du das Profil gleich oder später bestätigen willst. Bis die Bestätigung abgeschlossen ist, sehen andere dein Profil nicht. Erledige diesen Schritt deshalb so schnell wie möglich. Wie er funktioniert, steht im nächsten Abschnitt.
Tipp
Achte darauf, dass Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich geschrieben sind: im Profil, auf deiner Website, im Impressum und in Branchenverzeichnissen. Abweichungen wie „Str.“ und „Straße“ sind kein Drama, verschiedene Telefonnummern oder alte Adressen dagegen schon.
Die Bestätigung: So beweist du, dass es dein Betrieb ist
Mit der Bestätigung stellt Google sicher, dass das Profil wirklich zu deinem Betrieb gehört. Welche Methoden dir angeboten werden, entscheidet Google selbst, abhängig von Branche, Standort und Angaben. Diese Möglichkeiten nennt Google in seiner Hilfe:
| Methode | So läuft es ab | Darauf solltest du achten |
|---|---|---|
| Telefon oder SMS | Du bekommst einen Code per Anruf oder SMS und gibst ihn im Profil ein. | Die Nummer im Profil muss erreichbar sein. |
| Du bekommst einen Bestätigungslink per E-Mail. | Am besten eine Adresse mit deiner eigenen Domain. | |
| Live-Videoanruf | Du zeigst einem Google-Mitarbeiter in einem Videoanruf deinen Betrieb. | Ruhig vorher überlegen, was du zeigst. |
| Videoaufzeichnung | Du nimmst selbst ein kurzes Video auf und lädst es hoch. | Ohne Schnitt, in einem Durchgang aufnehmen. |
| Postkarte | Google schickt einen Code per Post an deine Adresse. | Bis der Code da ist, Name, Adresse und Kategorie nicht ändern. |
Nach Abschluss der Bestätigung kann die Prüfung laut Google bis zu fünf Werktage dauern, in seltenen Fällen länger. Danach ist dein Profil in der Suche und in Google Maps sichtbar.
Achtung bei der Videobestätigung
Bei der Bestätigung per Video willst du Google zeigen, dass dein Betrieb echt ist und du ihn führst. Bewährt hat sich: den Standort oder dein Firmenfahrzeug mit Beschriftung, deine Arbeitsmittel und etwas, das nur der Inhaber hat, etwa den Schlüssel zum Geschäft oder Geschäftsunterlagen. Schau dir vorher die Hinweise an, die Google dir im Profil zur Aufnahme anzeigt.
Profil vervollständigen: Was unbedingt rein muss
Mit der Bestätigung ist das Profil sichtbar, aber noch nicht überzeugend. Ob Kunden dich anrufen, entscheidet sich an dem, was sie im Profil sehen. Ein Eintrag ohne Fotos, Öffnungszeiten und Beschreibung wirkt verlassen, auch wenn dein Betrieb gut läuft. Diese Angaben solltest du ausfüllen:
| Angabe | Wie wichtig | Warum |
|---|---|---|
| Hauptkategorie | Pflicht | Entscheidet, bei welchen Suchen du erscheinst. |
| Öffnungszeiten | Pflicht | Kunden sehen sofort, ob du gerade erreichbar bist. Feiertage und Urlaub extra eintragen. |
| Telefonnummer und Website | Pflicht | Sind die direkten Wege zur Anfrage. |
| Beschreibung | Sehr wichtig | Bis zu 750 Zeichen: was du machst, für wen und wo. Ohne Werbefloskeln und ohne Links. |
| Fotos | Sehr wichtig | Logo, Titelbild, Team, Betrieb und Arbeitsbeispiele. Echte Fotos wirken stärker als Bilder aus Bilddatenbanken. |
| Leistungen oder Produkte | Empfohlen | Zeigen auf einen Blick, was du anbietest, mit kurzer Beschreibung. |
| Weitere Kategorien | Empfohlen | Nur wenn sie wirklich zu deinem Kerngeschäft gehören. |
| Attribute | Optional | Zum Beispiel barrierefreier Eingang oder Terminvereinbarung. |
Schreib die Beschreibung für Menschen, nicht für Google. Ein guter Aufbau: Was machst du? Für wen? In welchem Gebiet? Was ist dir in der Arbeit wichtig? Zwei bis vier Sätze reichen völlig.
Die häufigsten Fehler beim Google-Eintrag
Diese Fehler sehen wir immer wieder. Einige kosten nur Sichtbarkeit, andere können dazu führen, dass Google das Profil sperrt.
- Suchbegriffe im Namen: „Malerbetrieb Huber Maler München günstig“ verstößt gegen die Richtlinien. In das Namensfeld gehört nur der echte Name deines Betriebs.
- Privatadresse sichtbar: Wer zu seinen Kunden fährt und von zu Hause arbeitet, sollte die Adresse ausblenden und mit Einzugsgebiet arbeiten.
- Postfach oder Briefkastenadresse: Google lässt keine Postfächer zu. Virtuelle Büros sind nur erlaubt, wenn dort während der Öffnungszeiten jemand von deinem Betrieb ist.
- Doppelte Profile: Ein neuer Eintrag, weil man den alten Zugang verloren hat, schadet beiden. Besser Zugriff auf das bestehende Profil anfordern.
- Andere Daten als auf der Website: Alte Telefonnummer, alte Adresse, abweichende Öffnungszeiten. Das verwirrt Kunden und Google.
- Anlegen und vergessen: Ein Profil, in dem seit Jahren nichts passiert ist und Bewertungen unbeantwortet bleiben, wirkt nicht vertrauenswürdig.
Nach dem Anlegen: So wirst du bei Google Maps gefunden
Google selbst nennt drei Dinge, nach denen es lokale Ergebnisse ordnet: wie gut ein Eintrag zur Suche passt, wie weit der Betrieb vom Suchenden entfernt ist und wie bekannt er ist. Die Entfernung kannst du nicht ändern, die anderen beiden schon.
Bewertungen sammeln und beantworten
Bewertungen sind für viele Kunden der wichtigste Grund, dich und nicht den Nächsten anzurufen. Bitte zufriedene Kunden direkt nach dem Auftrag um eine Bewertung und schick ihnen den Link dazu, den du im Profil findest. Beantworte jede Bewertung, auch die kritischen, sachlich und freundlich. Gekaufte oder selbst geschriebene Bewertungen verstoßen gegen die Regeln von Google und sind auch rechtlich heikel.
Regelmäßig aktualisieren
Über die Funktion für Beiträge kannst du Neuigkeiten, Angebote oder abgeschlossene Projekte direkt im Profil zeigen. Neue Fotos, aktuelle Öffnungszeiten an Feiertagen und Antworten auf Fragen zeigen Kunden, dass dein Betrieb lebt. Ein Beitrag pro Woche oder alle zwei Wochen ist ein guter Rhythmus.
Profil und Website zusammen denken
Das Profil bringt Menschen dazu, sich deinen Betrieb genauer anzusehen, und das passiert meist auf deiner Website. Steht dort klar, was du machst, in welcher Gegend und wie man dich erreicht, wird aus dem Klick eine Anfrage. Wie eine Website dafür aufgebaut sein sollte, beschreiben wir auf der Seite Webdesign. Was eine professionelle Seite kostet, zeigt unser Ratgeber Was kostet eine Website?
Aus der Praxis
Unser eigenes Profil zeigt, was ein gepflegter Eintrag bringt: Bei der Suche nach „webdesign unterhaching“ standen wir im September in der Kartenansicht auf Platz 2, mit fünf Bewertungen und fünf Sternen. Werbung haben wir dafür nicht geschaltet. Gebracht haben das ein vollständiges Profil, echte Bewertungen und eine passende Website.
Du willst dein Profil nicht selbst einrichten? Als Teil unserer SEO-Optimierung übernehmen wir Einrichtung und Pflege. Das Erstgespräch ist kostenlos.
.Jetzt anrufenHäufige Fragen
Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?
Nein. Anlegen, Bestätigen und Pflegen des Profils sind kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn du zusätzlich Werbung bei Google schaltest. Das ist ein eigenes Produkt und für ein gutes Profil nicht nötig.
Wie lange dauert es, bis mein Profil bei Google erscheint?
Sichtbar wird das Profil erst nach der Bestätigung. Danach kann die Prüfung laut Google bis zu fünf Werktage dauern, selten länger. Bis du bei wichtigen Suchbegriffen weit oben stehst, vergehen meist einige Wochen, abhängig von Konkurrenz, Bewertungen und Vollständigkeit.
Kann ich ein Profil ohne Ladengeschäft erstellen?
Ja. Wenn du zu deinen Kunden fährst, gibst du bei der Frage nach dem Standort „Nein“ an und legst ein Einzugsgebiet fest. Deine Adresse wird dann nicht öffentlich angezeigt. Das gilt auch, wenn du von zu Hause aus arbeitest.
Kann ich anderen Zugriff auf mein Profil geben?
Ja. Im Profil kannst du weitere Nutzer hinzufügen, zum Beispiel Mitarbeiter oder eine Agentur, mit unterschiedlichen Rechten. So muss niemand dein Passwort kennen, und du kannst den Zugriff jederzeit wieder entziehen.
Was mache ich, wenn jemand anderes mein Profil verwaltet?
Du kannst bei Google Zugriff auf das Profil anfordern. Der aktuelle Inhaber wird benachrichtigt und kann zustimmen. Antwortet er nicht, bietet Google je nach Fall an, dass du das Profil selbst bestätigst.
Kann ich schlechte Bewertungen löschen lassen?
Nur wenn sie gegen die Richtlinien von Google verstoßen, etwa bei Beleidigungen, Spam oder wenn die Person nie Kunde war. Solche Bewertungen kannst du im Profil melden. Alle anderen bleiben stehen. Eine sachliche Antwort zeigt anderen Lesern dann, dass du Kritik ernst nimmst.
Fazit
Ein Google-Unternehmensprofil zu erstellen kostet nichts und dauert, wenn du alle Angaben bereitliegen hast, keine halbe Stunde. Danach bestätigst du das Profil, füllst es vollständig aus und hältst es aktuell. Wer Fotos zeigt, Bewertungen sammelt und beantwortet und das Profil aktuell hält, wird in seiner Gegend gefunden.
Wenn du dafür keine Zeit hast oder dein Profil schon existiert, aber nichts bringt, schau dir unsere SEO-Optimierung an oder schreib uns. Wir schauen uns dein Profil und deine Website gemeinsam an.
Quellen
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Ihr Unternehmensprofil hinzufügen oder Anspruch darauf erheben
- Google: Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google (Name, Kategorien)
- Google: Unternehmen bei Google bestätigen (Methoden, Prüfung bis zu fünf Arbeitstage)
- Google: Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern (Relevanz, Entfernung, Bekanntheit)
Links zuletzt geprüft am 13. Oktober 2026.
